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Weitere Solarparks bringen nichts

Strompreis 1. Mai 2012, ein Sonnentag [1]

An guten Sonnentagen produzieren in der Mittagszeit die bereits installierten Solaranlagen mehr Strom als verbraucht wird. An der Strombörse [2] ist der Strompreis dann bei Null, denn keiner braucht den zu viel erzeugten Strom. Die Solarparkbetreiber erhalten aber die erhöhte Einspeisevergütung für den erzeugten Strom, die Verbraucher haben ihn zu zahlen.

Grafik: Zum Vergrößern anklicken.
Strompreis am 1. Mai 2012

 

Sonnenenergie im TagesverlaufNoch mehr Solarparks auf Freiflächen tragen in der Mittagszeit nichs zur Energiewende mehr bei. Wegen der nach Süden ausgerichteten Anlagen bringen die Freilandanlagen für den Betreiber zwar die höchste Einstrahlung und somit den höchsten Gewinn. Der Verlauf der Sonneneinstrahlung über den Tag aber lässt sich nicht ändern.

Dachanlagen sind noch sinnvoll

Anders sieht es bei den Dachanlagen aus, vor allem wenn sie nach Osten oder Westen ausgerichtet sind. Die Spitzenwerte dieser Anlagen tragen dann verstärkt zur Stromerzeugung bei, wenn die Freilandanlagen nicht ihr Optimum leisten, eben am Vormittag oder am Nachmittag. In diesen Zeiten können Solaranlagen noch einen sinnvollen Beitrag leisten. Zu allen anderen Tageszeiten und bei fehlender Sonne müssen in einem Energiemix andere erneuerbare Energien den Strom liefern. Wind weht auch am Abend und in der Nacht.

Wer jetzt noch Solarparks in Deutschland ausweist und fördert hilft nur den Betreibern, Subventionen auf Kosten der kleinen Stromkunden zu kassieren. Es ist zu einem Instrument der Umverteilung von unten nach oben geworden, wie selbst in der Bundes-CDU schon erkannt wurde.

Und in Homberg schreibt der Bürgermeister auf der Homepage [3] der Stadt.

"Und so werden sich innovative Unternehmen in Homberg ansiedeln, wie der Photovoltaik-Park, die auf dem Sektor der erneuerbaren Energien erfolgreich in Homberg arbeiten werden."


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Kommentare sind deaktiviert Empfänger "Weitere Solarparks bringen nichts"

#1 Kommentar von efzetaler am 2012 Juli 24 00000007 12:20 pm 134312882812Di., 24 Juli 2012 12:20:28 +0100

Fotovoltaik gehört auf Dächer. Fotovoltaik braucht Speicher.
Immer wieder wunderts mich, dass auf Lebensmittelläden keine Solarstromanlagen sind. Große Kühlregale und Theken sind vorhanden,
der Stromverbrauch dürfte in der Mittagszeit am höchsten sein, so dass das gut zur Erzeugungskurve passt.
Warum werden Formen und Arten von Dachziegeln vorgeschreiben, aber keine Fotovoltaik oder Solarthermie auf Dächern?
Die Energiewende muss erneuerbar, dezentral und demokratisch gestaltet werden. Statt über das EEG teueren Windstrom
von der Küste zu holen und damit die Profite der großen Vier in Zukunft zu sichern, gehört der Ausbau der Fotovoltaik auf
Dächer kombiniert mit Energiespeichern und Regeltechnik im Gebäude. Dann fällt vieles an Stromnetzen weg und
Wohnhäuser können sich nahezu selbstversorgen. Statt sich dauernd über die Tarife im EEG zu streiten, sollte die Speicherung
verpflichtend aufgenommen werden.
Es muss aber auch klar sein, dass die Zeiten billiger Energie vorbei sind, egal ob Strom oder Öl. Die Frage ist nur wer profitiert
in Zukunft.

#2 Kommentar von DMS am 2012 Juli 24 00000007 12:33 pm 134312959312Di., 24 Juli 2012 12:33:13 +0100

zu1:
Wenn es wirtschaftliche Stromspeicher gibt, könnte auch der ungenutzte Strom in die Angebotssenken genutzt werden.
Bei ELVIS in Remsfeld hat man dies wohl angedacht und wolle das umsetzen. Dazu müssten dann die Gabelstabler auf Elektoantrieb umgerüstet oder neu beschafft werden. Sie können die Fahrzeugakkus am Tag aufgeladen und im nächtlichen Betrieb die Gabelstabler antreiben.
[4]

#3 Kommentar von Mahner am 2012 Juli 24 00000007 8:00 pm 134315642008Di., 24 Juli 2012 20:00:20 +0100

Gestern sagte mir ein Bekannter:
Solaranlagenbetreiber erwirtschaften Gewinne damit Sie:
• ein großes energiefressendes KFz fahren,
• ihren Swimmingpool mit Erdöl beheizen,
• 2 – 3 Mal im Jahr Urlaub machen können, dabei Flugzeug, Schiff mit Schweröl
betrieben oder Auto benutzen,
• im Dezember Himbeeren, die per Flugzeug aus Brasilien eingeflogen essen,
• ihr Haus mit tropischen Hölzern ausstatten.

Wo bitte, bleibt dann der Klimaschutz und die Energieeinsparung?
Finanziert wird dies alles vom kleinen Stromverbraucher.

#4 Kommentar von Solarfan am 2012 Juli 24 00000007 10:41 pm 134316610210Di., 24 Juli 2012 22:41:42 +0100

Wieviele von den oben genannten „guten Sonnentagen“ gab es schon in den letzten Jahren?

Warum sind Dachanlagen noch sinnvoll ? Verhalten sie sich nicht bei gleicher Ausrichtung wie Freilandanlagen ?

Warum können Freilandanlagen nicht nach Osten oder Westen ausgerichtet werden ? Dann wären sie doch genauso sinnvoll wie Dachanlagen mit Ost – oder Westausrichtung !?

Fragen die beantwortet werden müssen, wenn die Aussage in der Überschrift gilt !

zu 3.
Meinen Sie Ihr Bekannter hat recht ? Kennen Sie einen Solaranlagenbetreiber der sich erst seit er eine Solaranlage hat so verhält ?

#5 Kommentar von miriam am 2012 Juli 24 00000007 10:50 pm 134316661510Di., 24 Juli 2012 22:50:15 +0100

im prinzip sind wir doch alle immer noch nachkriegsgeschädigte. das sogenannte wirtschaftswunder ist allgegenwärtig.
es gab mal ne generation und gibt es immer noch, die versucht hat altes und neues unter einen hut zu bekommen, hat nur zum teil funktioniert.z.b. geiz ist geil dieser wahnsinn alles haben zu müssen. weil es ein anderer hat usw.usw…..
ich schäme mich manchmal weil ich so einen dicken geländewagen fahre.
fakt ist. ich brauche ihn wirklich, aber nicht um anzugeben.
für mich ist luxus, wenn ich meine einkaufen zu müssen, vor dem neusten einkaufsparadies stehe und feststelle geld vergessen, und mir das egal ist.

#6 Kommentar von DMS am 2012 Juli 24 00000007 11:24 pm 134316866711Di., 24 Juli 2012 23:24:27 +0100

zu 4:
Wenn es nicht so gute Sonnentage gibt, jede Anlage nur eine Teilleistung erbringt, dann tragen mehr Anlagen auch mehr zum Solarstrom bei.

Der Unterschied zwischen Dachanlagen und Freianlagen, sind die Größe und die Verbrauchernähe.

Bei Dachanlagen kann der Eigenverbrauch höher sein. Die Anlagen werden von Bewohnern der Region betrieben, der Ertrag bleibt als Kaufkraft in der Region.
Freiflächenanlagen sind so groß, dass es einen Eigenverbrauch nicht gibt. Wegen des größeren Kapitaleinsatzes sind das in der Regel außerörtliche Investoren. Sie ziehen das Geld ab, das die kleinen Stromkunden zahlen, auch die in der Region.

Freianlagen könnten auch nach Osten oder Westen ausgerichtet sein. Wer tut das? Bei Dachanlagen ist die Ausrichtung durch die vorhandenen Dächer vorgegen, es wird einen bunten Mix in alle Richtungen geben.

#7 Kommentar von Mahner am 2012 Juli 25 00000007 8:13 am 134320042708Mi., 25 Juli 2012 08:13:47 +0100

zu 4
Was der bekannte damit zum Ausdruck bringen will, ist, dass die ganzen Freiflächensolaranlagen nur aus finanziellen Gründen geschaffen werden. Bei der derzeitigen Rendite, ist die Förderung für die Investoren wie eine Gelddruckmaschine.
Sinnvoller wäre eine Förderung der Solarflächen auf Dächern zur Eigenstromversorgung, etc..
Mit Energiewirtschaft hat das wenig zu tun.