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Pflege des schönen Scheins – die Bürger zahlen es ja

 "kunstvolle Stahlkonstruktion"

 

 

 

"Es heißt Einwohnerinnen und Einwohner ebenso wie Gäste herzlich willkommen und
unterstreicht den besonderen Charme der Fachwerkstadt."

 

"Die kunstvolle Stahlkonstruktion erinnert an das historische Westheimer Tor
aus dem 19. Jahrhundert
und verbindet auf gelungene Weise Geschichte und modernes Stadtbild."

 

"Das Blumentor verfügt über Wasser- und Stromanschlüsse,
die eine aufwändige saisonale Bepflanzung und Ausstattung ermöglichen."

 

"Die regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass sich das Tor
während der gesamten Sommermonate als attraktiver Blickfang präsentiert."

 

So die Selbstbelobigung auf der Webseite der Stadt


An dieser Stelle hatten die Planer einmal einen klimaresistenten Baum setzen lassen. Der Baum, eine Gleditschie (Lederhülsenbaum), hatte sich gut entwickelt, ebenso kleinkronige Bäume in der Untergasse.

In der Amtszeit von Bürgermeister Dr. Ritz wurden die Bäume abgeholzt und durch Stahlkübel und das Stahlgestell ersetzt. Allein das "kunstvolle Stahlgestell" mit Strom- und Wasseranschluss hat etwa 50.000 Euro gekostet. Dazu kommen die jährlichen Kosten für die Anzucht der Blumen, die angebracht und gepflegt werden müssen.
  


 

Koste es was es wolle, für den schönen Schein ist immer Geld da

Was kostet eine Arbeitsstunde des Bauhofs? Sie soll mit allen Nebenkosten bei über 50 Euro liegen. Dazu sind die Kosten für den Fahrzeugeinsatz zu rechnen. Die Bürger bezahlen mit ihren Steuern und dem erhöhten Grundsteuerbetrag diese Begrüßung "Es heißt Einwohnerinnen und Einwohner ebenso wie Gäste herzlich willkommen", falls sie sich einmal auf den Weg in die leere Innenstadt machen, um "den besonderen Charme der Fachwerkstadt" zu genießenDie 70 Euro für ein Banner über dem Tor deckt nicht einmal die Kosten für die Anbringung des Banners.
  


  
Kanonendonner ist unser Gruß

So sieht die Verbindung des Blumentors zur Geschichte aus. 

Die tatsächliche Geschichte wird verleugnet, wie auf der Stele der Toleranz, die auf der anderen Seite der Drehscheibe steht.