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Pranger Politik schadet Homberg

BildWas hat den "Homberger Anzeiger" veranlasst, einen Artikel zu veröffentlichen, wie den in der letzten Ausgabe unter dem Titel "Saustall [1] ohne Ende"? [1]

Die Eigentümer werden an den Pranger gestellt, es werden Beträge in den Raum gestellt, die nie zur Sprache standen, Privatleben wird in die Presse gezogen.
So entsteht kein Dialog und es finden sich keine Lösungen. Mit einer solchen Pressepolitik werden Gräben aufgerissen, aber keine Brücken gebaut. Hier wird nach außen ein Bild der Stadt vermittelt, das nur dazu führen kann, dass sich Interessenten von Hombergs abwenden. Auch das ist Stadtmarketing, allerdings in negativer  Art.

Der Beitrag fängt mit dem Wort  "Saustall" an, damit ist ein geringschätziger Ton vorgegeben. Die Schäden, die danach beschrieben werden, sind zu einem großen Teil durch Vandalismus entstanden.
Wenn die Preisvorstellungen zwischen Käufer und Verkäufer auseinanderliegen, ist das normal und kann nicht als mangelhafte Kooperationsbereitschaft des Verkäufers ausgelegt werden. Wenn dann noch davon gesprochen wird, die Eigentümer "würden etwa 80.000 EUR für ihren "Saustall" verlangen", und als Quelle nur eine "andere Ecke" eingegeben wird, dann ist das Stimmungsmache, aber keine Information.

"Auch heute seien Verhandlungen im Gange, berichtet Bürgermeister Martin Wagner." schreibt die Zeitung. Und um in einem folgenden Satz zu zitieren "das ist schon ein Weilchen her". Heute oder vor einer Weile? Genauer gesagt ca. ein dreiviertel Jahr vor dem Hessentag, wie von den Eigentümern zu erfahren ist. Das zeigt: Man kann sehr wohl mit den Eigentümern ins Gespräch kommen, wenn man will.

Wer hat diesem Artikel im Homberger Azeiger lanciert? Schon die dreiteilige Serie über den Klotz-Vortrag [2] warf diese Frage auf. (hier mehr [3]) Was sollen diese Presseveröffentlichungen?  Soll Druck gemacht werden – wozu?

Vielleicht ist es auch nur der Homberger Umgangsstil, der sich schon bei den Verkaufsbemühungen beim Haus Holzhäuser Straße 3 [4]  gezeigt hat. Wie wurde mit anderen Eigentümern und Investoren gesprochen, von denen man dann verständlicherlicherweise nichts wieder hörte?

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Kommentare sind deaktiviert Empfänger "Pranger Politik schadet Homberg"

#1 Kommentar von witzbold am 2009 Februar 21 00000002 2:39 pm 123522354802Sa., 21 Feb. 2009 14:39:08 +0100

@DMS

Sie beschweren sich hier über die Pranger Politik. Manchmal ist das Niveau diese Blog´s nicht besser, da werden Namen und Geschäfte genannt, unterstellungen betrieben und Sie als Admin lassen doch dies auch zu !!!!!!

#2 Kommentar von Diplomat am 2009 Februar 21 00000002 3:35 pm 123522694203Sa., 21 Feb. 2009 15:35:42 +0100

Sehr geehrter Herr Schnappauf,

mit dem oben stehenden Artikel über die Pranger Politik, die Homberg schadet, gebe ich ihnen uneingeschränkt Recht!!!

Nur wenn man sich den Stil und vor allem das Ziel des Hinkuckers anschaut, dann muss ich feststellen, sie halten sich mit diesem Artikel den Spiegel vor!!!

Das was hier von ihnen Kritisiert wird, betreiben sie im Hingucker mit System und bietet nicht zuletzt auch für Externe ein interessantes Forum um sich ein „Bild“ über Homberg zu machen.

Die Frage was denn langfristig schädlicher ist, ein solcher Artikel in der Zeitung oder die vielen negativen „Anprangerungen“ im Hingucker.

Vielleicht sollten sie mal über die Außenwirkung des Hinguckers nachdenken!!!

Helau und ein schönes Wochenende

#3 Kommentar von DMS am 2009 Februar 21 00000002 3:53 pm 123522800203Sa., 21 Feb. 2009 15:53:22 +0100

zu Post 2:

Es ist eine alte Geschichte, der Überbringer der schlechten Nachricht wird gescholten, nicht der Urheber.

Die negativen Beispiele können nur deshalb im Hingucker erscheinen, weil sie in Homberg produziert werden. Die politisch dafür Verantwortlichen sind zu benennen, denn sie haben sich vor den Bürgern zu verantworten. Das ist etwas anderes, als wenn Private vorgeführt werden.

Auswärtige, die sich ein Bild von Homberg machen wollen, gehen auch ins Internet. Was er dort auf der offiziellen Seite der Stadt vorfindet, das hat die Stadt zu verantworten.

Den hier geschilderten Umgang mit Eigentümern und Investoren pflegte so die Stadt. Diese Menschen haben soche Erfahrung bereits gemacht und erzählen sie weiter, dessen können Sie sicher sein. Wenn diese Erfahrungen hier im Hingucker veröffentlicht werden, so ist das nur der Widerschein der Homberger Verhältnisse.

Der Spiegel, den ich der Stadt vorhalte, zeigt zwar viel Negatives, es wird aber darauf hingewiesen, damit es verändert werden kann.
Die wachsende Zahl der Leser ist letztlich auch ein Zeichen für das Interesse an der Stadt. Das finde ich sehr positiv und lässt mich hoffen, dass es eines Tages besser wird.

#4 Kommentar von Buhmann am 2009 Februar 21 00000002 5:34 pm 123523405205Sa., 21 Feb. 2009 17:34:12 +0100

Gäbe es eine aktive und sachlich unterrichtende Stadtverwaltung die ihren Bürgern gegenüber offen auftritt wäre der Hingucker nicht nötig.
Die Internetauftritte der Homberger Parteien sind ebenso wie die Homepage der Stadt keine Informationsquelle für den Bürger.
Da es derzeit auch keine Presse gibt die diese Rolle wahrnimmt, die Stadtverwaltung allen voran der Bürgermeister nicht gerade eine Politik der Offenheit betreibt, Entscheidungen weder sachgerecht noch mit nötigem zeitlichen Vorlauf herbeigeführt werden ist ein Ersatz für Öffentlichkeit notwendig.

@Diplomat und @Witzbold

Macht doch selber einen Blog auf, berichtet offen und ehrlich über die Belange der Stadt dann dürft ihr gerne „bellen“.

Ich meine : Gut das es wenigstens eine Quelle der Information gibt.

#5 Kommentar von avaio am 2009 Februar 21 00000002 5:41 pm 123523447905Sa., 21 Feb. 2009 17:41:19 +0100

„Man kann sehr wohl mit den Eigentümern ins Gespräch kommen, wenn man will.“

Dann schlage ich vor, DIE GRÜNEN-Fraktion kommt mit den Eigentümern ins Gespräch. Manchmal benötigt man einen Katalysator, warum soll der nicht grün sein?

#6 Kommentar von Barolle am 2009 Februar 21 00000002 5:45 pm 123523473605Sa., 21 Feb. 2009 17:45:36 +0100

Ich finde den Artikel treffend und nötig.
Ob die darin beschriebenen Verhaltensweisen korrekt sind wissen die Betroffenen.
Die sollten sich äußern bzw durch eine Gegendarstellung im Homberger Anzeiger für Klärung sorgen.

Was die Bezeichnung „Saustall“ angeht : Es ist einer.
Und nicht nur hier kann man ähnliche Verhältnisse (und nicht beschränkt auf Homberg) in Homberg vorfinden.

Eine Zeitung will verkauft sein – und die Leser werden nur noch mit Schlagzeilen aufmerksam.

Wichtiger wäre die Frage warum man in mehr als 6 Jahren keinen Schritt weitergekommen ist.
Aber dazu könnte der Bürgermeister ja mal etwas mehr an Inhalt zur Sache packen als nur das zitierte!
Oder sind ihm die Äpfel der Hespiriden auf den Magen geschlagen ?

Derzeit kann man ja noch nicht einmal was zu den Ergebnissen des „Ideensammelabends“ erfahren.
Vom Termin des ersten „Runden Tisches“ ist auch keine Rede mehr.

Damit erinnert mich die Informationspolitik der Stadt derzeit eher an den „Schwarzen Kanal“ mit E. Schnitzler.
Bin mal gespannt wann Dr. K. Lambrecht erneut das Handtuch wirft.

#7 Kommentar von Barolle am 2009 Februar 21 00000002 6:01 pm 123523567906Sa., 21 Feb. 2009 18:01:19 +0100

@avaio
Prinzipiell ist die Idee gut.
Aber um daraus einen Erfolgskatalysator werden zu lassen, müssen beide Seiten eine Moderation wünschen.
Und da wäre dann ein Außenstehender und Politikfremder sicher besser geeignet.
Denn beim Stadtmarketing hat ja der Bürgermeister für seine Seite festgestellt, dass er vermutlich dem politischen Kontrahenten ein Dorn im Auge wäre.
Meinst du, die sieggewohnten Mehrheitsparteien überlassen den Grünen den Erfolg ?

#8 Kommentar von Thomas M. am 2009 Februar 21 00000002 7:10 pm 123523984907Sa., 21 Feb. 2009 19:10:49 +0100

DMS: “Pranger Politik schadet Homberg”
Ein Brandstifter als Feuerwehrmann.
Soviel Chuzpe bekommt man nicht jeden Tag geboten. Respekt!

#9 Kommentar von Rumburak am 2009 Februar 21 00000002 7:41 pm 123524170007Sa., 21 Feb. 2009 19:41:40 +0100

Hier mal zwei Zitate aus dem Hingucker (keine Kommentare, sondern Beiträge vom Betreiber)

1. Zitat: Beitrag zu „Verbitterung in Hülsa, Schaden für die Erneuerbare Energie“


Da ist erst einmal der in Hülsa wohnende Erbauer der Anlage, von dem sich die Nachbarn getäuscht fühlen, denn auf anfängliche Fragen zu den Bauarbeiten sollte nur ein Unterstand für das Freizeitpferd auf der Weide entstehen. Selbst dem eigenen Kind soll eingeschärft worden sein, nichts davon in der Schule zu erzählen. Es war dem Bauherrn offensichtlich bewusst, dass das Projekt auf Ablehnung stoßen würde. Jetzt ist ein tiefer Graben entstanden. Ob die Bauherren damit wirklich glücklich werden?

2. Zitat Kritik am Homberger Anzeiger zu einem Beitrag

Die Eigentümer werden an den Pranger gestellt, es werden Beträge in den Raum gestellt, die nie zur Sprache standen, Privatleben wird in die Presse gezogen.

Ok, ok ich vergleiche hier sicherlich Äpfel mit Birnen, kann ja mal passieren.

Rumburak

#10 Kommentar von Barolle am 2009 Februar 21 00000002 8:19 pm 123524399908Sa., 21 Feb. 2009 20:19:59 +0100

Da hast du recht mit den Früchten. Aber nicht was den Vergleich angeht, sondern deine Schlussfolgerungen.

Im 1. Zitat wird aus Informationen seitens der Nachbarn etwas kolportiert – das mit dem Privatleben des Betreffenden nichts zu tun hatte, sondern die Vorgehensweise schildert und kritisiert, dass nicht mit korrekten Infos gearbeitet wurde!

Im 2. Zitat wird an der Presse kritisiert, dass sie Informationen bringt die nicht ganz der Wahrheit entsprechen.
Und es wird u. a. kritisiert das der BM von „heute“ und „vor einer Weile “ spricht. Fakt ist wohl, dass dies 9 Monate her ist.

In beiden Fällen wird etwas zu recht kritisiert. Was daran falsch sein soll oder gar „Brandstiftung“ ist, vermag ich nicht zu sehen.
Es steht doch jedem hier im Blog „angegriffenen“ frei, sich mit eigenen Worten gegen falsche Darstellungen zu wehren.
Oder sollte etwa keine Darstellung falsch sein ?

Im Übrigen gibt es ein sehr schönes Theaterstück : „Biedermann und die Brandstifter“ !
Da sollte man doch hinterfragen wer hier „Brandstifter“ und wer „Biedermann“ ist !

#11 Kommentar von avaio am 2009 Februar 21 00000002 10:18 pm 123525111710Sa., 21 Feb. 2009 22:18:37 +0100

Ich bin mit dem Begriff „Pranger“ bzw. „Prangerpolitik“ im Zusammenhang mit dem Bericht im „Homberger Anzeiger“ gar nicht glücklich.

„Der Pranger, Schandpfahl oder Kaak war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, einer Plattform oder eines Holzpfostens, an denen der Bestrafte gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Zunächst Folter-Werkzeug und Stätte der Prügelstrafe (Stäupen), erlangten Pranger ab dem 13. Jahrhundert weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Der Pranger diente den Städten auch als äußeres Zeichen der Gerichtsbarkeit.

Die Strafe bestand vor allem in der öffentlichen Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein „normales“ Weiterleben in der Gemeinschaft unmöglich machte oder sehr erschwerte. Auch war der Bestrafte den Schmähungen der Passanten ausgesetzt, die für ihn nicht ungefährlich waren. “ (Quelle Wikipedia)

Ich finde den Begriff Pranger etwas sehr weit hergeholt. Der Zustand des ehemaligen Brauhauses ist mehr als erbarmungswürdig, da trifft der Ausdruck „Saustall“ schon sehr genau, wobei manche echte Sauställe wohnlicher sind. Eigentum verpflichtet, doch werden diese Verpflichtungen von den Eigentümern nicht wahrgenommen. Warum eigentlich nicht? Warum lassen die Eigentümer das Haus buchstäblich verfallen? Egal welche Vorstellungen die Eigentümer von der Höhe des Verkaufspreises haben, sie werden immer zu hoch sein. Geschenkt ist noch zu teuer, denn dann fangen die Investitionen nämlich erst an, das marode Bauwerk wieder wohnlich herzurichten.

Ich denke mal, es ist nicht falsch, wenn die Homberger Bürger wissen, wem sie diesen Anblick in der Untergasse zu verdanken haben. Manchmal bedeutet ein Tritt in den Hintern einen Schritt nach vorn, auch wenn er nur symbolisch gemeint ist.

#12 Kommentar von DMS am 2009 Februar 22 00000002 8:32 am 123528797608So., 22 Feb. 2009 08:32:56 +0100

zu Post 9 und 10
Beitrag 9 hat mich beschäftigt. Sollte der Vorwurf berechtigt sein? Während ich noch überlegte, wie ich darauf antworten sollte, erschien Beitrag 10. Er zeigte mir, dass der Unterschied für die Leser wahrgenommen wird, den ich auch sehe. Vielen Dank Barolle.

#13 Kommentar von Rumburak am 2009 Februar 22 00000002 12:23 pm 123530182612So., 22 Feb. 2009 12:23:46 +0100

@Barolle

Aha, wo steht bitte schön meine Schlussfolgerung ? Aber da Du es ja nun geschafft hast, die Zitate so zu interpretieren wie ich, müsste Dir auch klar sein, das nicht alle Leser dieses Blogs solche Beiträge so wohlwollend interpretieren wie Du, sondern durchaus zu dem Schluss kommen, das hier genauso wie in den anderen Medien an den Pranger gestellt wird. Das dieses „an den Pranger“ stellen, auch hier nicht auf Fakten beruht, wie ja ständig behauptet wird, ist im o.g. Zitat auch zu erkennen. („Selbst dem eigenen Kind soll eingeschärft worden sein …“)

Rumburak

#14 Kommentar von Rumburak am 2009 Februar 22 00000002 12:38 pm 123530273712So., 22 Feb. 2009 12:38:57 +0100

@DMS

das Dich der Beitrag wenigstens beschäftigt hat ist ja ein erster Schritt, der in Zukunft zur Qualitätsverbesserung führen könnte. Wer andere Medien für Ihre Berichterstattung kritisiert, sollte nicht in seinen Medien die gleichen Stilmittel einsetzen.

Noch ein Beispiel:

HNA
„… Es soll im Zusammenhang mit dem geplanten Steinbruch Denunziationen und Drohungen gegeben haben …“

Wurde hier zu recht kritisiert, da die HNA dies ohne weiteres Hinterfragen abdruckte.

Homberger Hingucker:
„… Selbst dem eigenen Kind soll eingeschärft worden sein …”)

Irgenwo was aufgeschnappt, nicht weiter hinterfragt und in die Öffentlichkeit gebracht. Das die Dimensionen der beiden Beispiele nicht vergleichbar sind ist klar, davon wird aber der schelchte Stil nicht besser. Da nützt es auch nichts, mit irgendwelchen Spitzfindigkeiten Unterschiede herauszuarbeiten.

Rumburak

#15 Kommentar von Barolle am 2009 Februar 22 00000002 2:13 pm 123530841902So., 22 Feb. 2009 14:13:39 +0100

In diesem Sinne
„.. davon wird aber der schlechte Stil nicht besser.“

stimme ich Dir zu.
„Das die Dimensionen der beiden Beispiele nicht vergleichbar sind ist klar, .“
Da stimme ich Dir auch zu.

Aber wenn schon eine kostenpflichtige Tageszeitung, deren Chefredakteur mit „…auf der Suche nach Fakten … und eigener Recherchen“ wirbt, wenig hinterfragt, sollte man bei Blogs etwas großzügiger sein.

Außerdem glaube ich nicht das… “ Selbst dem eigenen Kind soll eingeschärft worden sein …” dies nur ein Gerücht ist, sondern eher auf Aussagen von durch die Solaranlage betroffenen Anwohnern und deren Erfahrungen beruht.
Leider findet sich da keiner der sich traut, das offen zu wiederholen.

Insofern ist die Form “ sollte “ eine Abschwächung evtl vorliegender Informationen.

Ehrlich gesagt ist mir aber der Hingucker lieber als all das was seitens der Stadt Homberg direkt oder indirekt kolportiert oder öffentlich gemacht wird.
Da die örtliche Presse hier für mich total versagt, bleibt ja auch nur noch dieser Blog und seine Links als InfoQuelle.
Da akzeptiere ich dann auch mal ein paar Unschärfen oder sogar eine in Richtung „pro Fussgängerzone“ gerichtete Beitragsgestaltung.