HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Auf Kosten der Enkel – Nach uns die Sintflut

Eindrücke aus der Stadtverordnetenversammlung


Neues 100-jähriges Darlehen über 5,5 Mio. Euro

Vor Beginn der Tagesordnung wurde noch ein neuer Tagesordnungspunkt genehmigt. Die Stadt will ein Darlehen von 5,5 Mio. Euro aufnehmen.  Das Besondere ist die Tilgungsrate. Ein Prozent Tilgung sei jährlich vereinbart, das heißt: In 100 Jahren ist die letzte Rate zu zahlen.

In 100 Jahren zahlen die Enkel für Ausgaben von heute, wenn von den "Investitionen" nichts mehr vorhanden sein wird. Auf Kosten der Enkel.

  
Neues Geld für Markt-Campus, Diakonisches Zentrum und Pop-up-Konzept

Eigenmittel aus dem Haushalt für Fördermittel wurden genehmigt. Der hessische grüne Wirtschaftsminister gewährte der Stadt 110.000 Euro für  das "Innenstadtbudget". 10 Prozent muss die Stadt übernehmen und will damit diese Vorhaben finanzieren:

Damit sollen insbesondere der Aufbau eines „Markt-Campus“, erste Schritte auf dem Weg zu einem „Diakonischen Zentrum“ am Obertor und „Pop-up-Konzepte“ im Bereich der Untergasse umgesetzt werden.

Was ist ein "Markt-Campus"?
Was ist ein Diakonisches Zentrum am Obertor?
Was ist unter einem Pop-up-Konzept in der Untergasse zu verstehen?

Alles neu geschöpfte Schlagwörter, die bisher noch nie im Ratsinformationssystem aufgetaucht sind.
Wann hat die Stadt ein "Diakonisches Zentrum" am Obertor beschlossen?
Welches "Pop-up-Konzept" hat wer beschlossen?
Welchen Nutzen soll Homberg von den Projekten haben?
Was kosten die Projekte?
Stehen die Kosten in einem wirtschaftlichen Verhältnis zu dem Nutzen?

Auf diese Fragen gibt es keine Antwort. Oder hat schon einmal jemand gehört, wie teuer das Projekt "Summer of Pionieers" für die Stadt war?

Dazu verlieren die Stadtverordneten kein Wort, es gab keine Nachfragen, keine Diskussion.
Sie stimmten einfach zu.

Auch für diese Projekte werden die Enkel noch bis zum Jahr 2121 den Kredit zurück zahlen.
Die Kosten werden in die Zukunft auf spätere Generationen verschoben.
  

Neuer Waldspielplatz im Landschaftsschutzgebiet

Foto: Osterhäuschen im Zustand 2016. Als die Stadt große, gesunde Bäume fällen ließ, begann der Vandalismus.

Im nächsten Tagesordnungspunkt soll der Entwurf eines Waldspielplatzes am Burgberg bei dem Osterhäuschen beschlossen werden. Kosten 290.000 Euro.

Zu diesem Entwurf beantragte die FWG Änderungen an dem Entwurf.

Der Waldspielplatz soll keine Beleuchtung erhalten, keine Wasserleitung für einen  Matschspielplatz und in den neue offenen Osterhäuschen soll auf eine Audio-Anlage verzichtet werden. Außerdem soll es auch Schaukeln geben, die etwas höher hängen, damit auch größere Kinder sie nutzen können.

Die anderen Parteivertretern argumentierten, das ginge nicht. Besonders der Stadtverordnete Klaus Bölling (Güne) erklärte sich als nicht fachkundig zu diesen Themen. Der Entwurf sei von Experten geschaffen worden: von den beteiligten Kindern und Eltern. Was diese entworfen haben, müsse Ernst genommen und umgesetzt werden. Die Kinder wurden per Fragebogen nach Wünschen gefragt, das wird als Experten-Planung bezeichnet.

Die Audioanlage im offenen "Osterhäuschen" sei notwendig, denn dort sollen Märchen zu hören sein. Es ginge auch nicht nur um die Kinder, das "Osterhäuschen" sei ein Station für Touristen, die von der Stadt zur Burg wandern. Hier können sie Märchen und "Geräusche" hören. Das wäre etwa Besonderes in der Region. Die Kosten für die Ton- und Lichttechnik für das "Sprechende Haus" sind noch nicht in den jetzigen Kosten enthalten.

Das Osterhäuschen sei ein Opfer des Vandalismus, es sei eine "alte verrotte Bude" (Bernd Herbold). Dass erst seit der Fällung großer gesunder Bäume der Vandalismus begann, wird nicht gesehen.

Die FWG machte noch einen Einwand. Gegen 19 Uhr müssen die Kinder doch zu Hause sein, eine Beleuchtung ist dann noch gar nicht nötig. Mit der Beleuchtung solle der Vandalismus verhindert werden, argumentierten die Mehrheitsparteien.

 


Wirksamer Klimaschutz erfordert jährlich Millionen-Investitionen in Homberg

46.000.000.000 Euro müssen jährlich in Klimaschutz investiert werden, wenn die Erde nicht stärker erwärmt werden soll, so der Städte- und Gemeindebund NRW, der sich auf eine neue Studie stützt.

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Der neue Eigentümer des Einkaufszentrums: Greenman Open

Wie wird die Zukunft des Einkaufszentrums „Drehscheibe“ aussehen?

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Stadtverordneten-Versammlung Donnerstag, 7.10.2021 um19:00 Uhr

1. „Markt-Campus“ – Diakonischen Zentrum – „Pop-up-Konzepte Die Stadt erhält 110.000 Euro von Hessischen Wirtschaftsminister damit sie folgende Projekte umsetzen kann: 1. Aufbau eines „Markt-Campus“ 2. „Diakonischen Zentrum“ am Obertor, hier für die ersten Schritte 3. „Pop-up-Konzepte“ im Bereich der Untergasse Die Förderquote beträgt 90 Prozent, 10 Prozent muss die Stadt aus eigenen Mitteln über […]

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Entmachtung der Stadtverordneten

Die Stadtverordneten sollen einer Änderung der Geschäftsordnung zustimmen. Der Ältestenrat dürfe unter Ausschluss der Öffentlichkeit auch über Tagesordnungspunkte beraten und Empfehlungen abgeben. Das widerspricht der Aufgabe des Ältestenrats.

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10 Jahre SPD – eine Erfolgsbilanz – 2011-2021

Quelle: 100 Jahre SPD in Homberg – auf der Ruhebank  

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Begegnung mit Touristen in der Stadt

Touristen suchen eine Übernachtung in Homberg

– Tourismusbüro am Markt geschlossen –

Cittaslow Gastlichkeit?

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Naturpark Knüll von der Autobahn zerschnitten

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Das ist erst der Anfang, es wird schlimmer

In den letzten drei Jahren gab es Dürren, Wassermangel, Baumsterben, Pandemie, Waldbrände, Überschwemmungen, Hitzetote, Artensterben …

Eine dramatische weltweite Entwicklung. Das ist erst der Anfang, denn die stark angestiegenen Emissionen der letzten 30 Jahre wirken sich noch gar nicht bei den Katastrophen aus. Es wird noch schlimmer kommen, viel schlimmer, denn in den letzten 30 Jahren ist der größte Zuwachs an Emissionen erfolgt, die Steigerung ist noch gar nicht in der aktuellen Situation „eingepreist“.
Doch die Parteien reden vom „Wohlstand sichern“, sie wollen die dramatische Entwicklung nicht sehen – vor der Wahl. sie wollen Stimmen zum Weitermachen.

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Wir müssen nicht das Klima retten – sondern uns

Unter diesem Satz „Wir müssen nicht das Klima retten – sondern uns“ fand auf der Utopie-Konferenz in Lüneburg ein Gespräch mit Eckard von Hirschhausen statt, der diesen Satz geprägt hat.

Hoffentlich wird dieser Satz einmal im Homberger Rathaus gehört und alle Entscheidungen danach ausgerichtet.

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Verkauf des Schwesternwohnhauses ohne negative Auswirkung ?

Foto: Ehemaliges Schwesternwohnheim des Homberger Krankenhauses an der Mörshausener Straße Appartementhaus 1 In diesem Gebäude gibt es rund 30 Appartements. Sie stehen leer. Im vorderen Teil des Gebäude war lange Zeit die Arbeitsagentur untergebracht, bis diese zum Busbahnhof umzog. Diese Vorhaben wurde von Bürgermeister Dr. Nico Ritz eingefädelt. Der jetzige Verkauf trägt wieder dieselbe Handschrift. […]

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_______VERBOTENES_______

 | Intoleranz | Zensur | Verfolgung |    Szenische Lesung   Sonntag 19. Sept. 17:00 Uhr Eintritt 15 Euro   in Anlehnung an das Projekt   „The Parthenon of Books“ von  Marta Minujín  Der Büchertempel mit den verbotenen Büchern war ein Highlight der documenta 14. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin erzählt mit dieser Installation von […]

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Schwesternwohnheim forciert verkaufen?

Ausschnitt aus der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 2. 9. 2021, Tagesordnungspunkt 5 Der Magistrat mit Bürgermeister Dr. Nico Ritz an der Spitze legen einen Beschlussvorschlag vor, danach sollen die Stadtverordneten den Magistrat beauftragen "binnen der nächsten zwei Monate einen konkreten Vorschlag zur Veräußerung des Objektes zu unterbreiten." Das Objekt ist das ehemalige Schwesternwohnheim auf dem […]

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