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Kitabau in Wernswig „in den Startlöchern“?

  
Textauszug HNA 13.01.2026

Seit 2022 wird der Kita-Neubau in Wernswig geplant.
Seit 2022 stehen immer wieder andere Kostenansätze in den Haushaltsplänen. 

Jetzt, 2026, stände der Kita-Bau in Wernswig in den Startlöchern, zitiert die HNA den Bürgermeister.
 

  
Der Bau der Kindergärten ist eine Pflichtaufgabe der Kommune. Seit 4 Jahren wird sie immer weiter verschleppt.
Auch jetzt, "in den Startlöchern", versagt die Stadt bei der Finanzierung und hofft, dass der Bund aus seinen neu aufgenommenen Schulden der Stadt Homberg etwas aus diesen kreditfinanzierten "Sondervermögen" abgibt, damit sie ihre vernachlässigte Pflichtaufgaben erfüllen kann.

Heute ist das Wort "Sondervermögen [1]" zum Unwort des Jahres gewählt worden. Was als Vermögen dargestellt wird, sind nichts weiter als Schulden, die zusätzlich für "Sonderaufgaben" aufgenommen werden. Kitabau ist aber keine Sonderaufgabe. In Homberg ist es eine unterlassen und verschleppte Pflichtaufgabe. 


[2]Tabelle: Die Stadt investiert lieber in die Wanderwege am Burgberg, denn da gibt es üppige Fördergelder. Die in den jeweiligen Hauehaltsjahren eingestellten Beträge sind nicht zum Kitabau eingesetzt worden. Allenfalls für die immer wieder geänderten Pläne.

 

 


Bereits vor einem Jahr schrieb die HNA, die Ausschreibungen für den Neubau [3] würden laufen, jetzt sei sie die Planung in den Startlöchern. Was wird in einem Jahr in der HNA stehen?

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Bei Kindergärten würde die jährliche Abschreibung bei 500.000 Euro liegen. Der Bürgermeister meint, die Standards für Kitas müssten gesenkt werden. Was er dabei vergisst: Kindergärten sind Pflichtaufgaben, Freibäder oder teure Wohnmobilstellplätze sind freiwillige Leistungen, die die Kommune übernehmen kann, wenn sie noch freie Mittel hat.

Für den Neubau des Kindergartens in Wernswig wurden 2020 Planungskosten in Höhe von 250.000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Im Jahr 2021 wurden für die Baukosten 2 Millionen Euro vorgesehen. Für 2022 und 2023 ist kein Betrag ausgewiesen, die Kita sollte eigentlich 2021 fertig sein.

Jetzt soll der Wernswiger Kindergarten aus dem Dorfentwicklungsprogramm finanziert werden. Der Kindergarten stand an der Spitze der Projektliste dieses Programms. Die Bedingungen für die Dorfentwicklung wurden jedoch geändert. Für öffentliche Vorhaben stehen je Fördergebiet maximal nur noch 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. Mit dem Programm sollen zusätzliche Projekte in den Ortsteilen finanziert werden, nicht reguläre Pflichtaufgaben wie ein Kindergartenbau.

Was stand im Entwurf des Haushaltsplans 2023?
350.000 Euro sind für den Bau des Kindergartens Wernswig eingestellt und für 2024 und 2025 zusammen noch einmal 1,7 Mio. Euro. Da das Bauprogramm verschoben ist, wird es wahrscheinlich teurer. Quelle [4]

In Wernswig hat die Stadt noch ein anderes Bauvorhaben: Im Dorfentwicklungsplan soll an der Hauptstraße ein kleiner Dorfplatz entstehen, wenn einmal die Schrottimmobilie [5]dort abgerissen sein wird. Die Stadt hat das Gebäude (Wert 10.000 Euro) für 125.000 Euro gekauft. 

In Homberg entlastete die Stadt den Asklepios-Konzern von seiner Schrottimmobilie und übernahm damit die Verantwortung. Die vor Jahren gutachterlich geschätzten Kosten lagen bei 7 Millionen Euro. [6] Gutachter wiesen schon damals darauf hin, dass diese Kosten durch den späteren Verkauf an Investoren nicht gedeckt werden können. Die Verluste haben die Homberger Bürger zu tragen.