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Jugendzentrum: Kosten explodieren nicht – und wer ist „man“?

Die Kosten für den Umbau vom ehemaligen Gaswerk zum Jugendzentrum übersteigen nach Auskunft des Bürgermeisters Dr. Ritz die eingeplanten Kosten um 330.000 Euro. Die Kosten seien explodiert, scheibt die HNA [1] und Dr. Ritz bedauert, dass man die Kosten zu niedrig angesetzt habe, man hätte das früher feststellen müssen. Wer ist "man"?

Diese Aussagen des neuen Bürgermeisters sind kein Signal des Aufbruchs zu mehr Transparenz und Offenheit. Mit solchen Aussagen nährt er den Verdacht, dass alles verharmlost, glattgebügelt und "geheilt" werden soll, wie es die Verantwortliche in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung der letzten 12 Jahre praktizierten.

Die Kosten sind nicht explodiert. Sie sind das Ergebnis von mehreren bewussten Entscheidungen, die von Menschen getroffen wurden und von diesen zu verantworten sind. Die Fehler und die Verantwortlichen müssen genannt werden.

Kleine Nachhilfe für Vergessliche

AußenanlageAufwendige Außenanlagen
Bevor das Gebäude saniert wurde, wurden aufwendige Außenanlagen gebaut, die nicht beauftragt waren.
Das ist die Strategie des Architekten Jochen Gontermanns, die er ganz bewusst eingesetzt hat. Erst baue ich das, was mir keiner später genehmigen würde. Wenn am Ende Geld fehlt, muss es nachgeschossen werden, denn keiner kann sich erlauben, einen Bau unfertig stehen zu lassen. In diesem Sinn hatte er sich bereits früher bei der Baumaßnahme am Burgberg-Restaurant geäußert. Der Angestellte Gontermann genoss unter Ex-Bürgermeister Wagner Narrenfreiheit.

Pelletheizung geplantGeothermie statt Pelletheizung
Für das Jugendzentrum war eine Pelltheizung in den kleinen gegenüberliegendem vorhandenen Gebäude vorgesehen. Für die Heizung war 49.600 Euro eingeplant [2]. Es wurde aber versucht Geothermie zu nutzen – ohne ausreichende Voruntersuchung. Der Magistrat bewilligte die Planung blind. Die Erdwärmebohrung führte zu starkem Wasseraustritt an der Bohrstelle, die Energie war nicht ausreichend ergiebig. Kosten dieses Bauabenteuers waren über 50.000 Euro. Mit in der Verantwortung: das Büro Unger-Ingenieure.

 

RohbauBarrierefrei bauen
Bei öffentlichen Neubauten soll barrierefrei geplant werden. Das ist lange bekannt und sollte auch der Architekt wissen, der im öffentlichen Dienst plant. Er wird es gewusst haben und entsprechend seiner Planungsstrategie erst aus der Kostenplantung herausgenommen haben, damit die Kosten gefälliger aussehen.
Erst nach Fertigstellung des Rohbaus ließ er die Katze aus dem Sack, für die Barrierefreiheit brauchte es noch einen Aufzug. Der Magistrag bewilligte, Gontermann baute. Kosten stiegen.

Gontermann wusste seit den Planungen für das Ärztehaus von der Forderung der Barrierefreiheit.

 

Teil der Lösung oder Teil des Problems
Bürgermeister Dr. Ritz hat diese Probleme und diesen Planungsschlendrian bei Amtsantritt übernommen. In einer Bilanz hätte er dies deutlich machen müssen, denn es ist nicht von ihm zu verantworten.
Er kann durch Tranzparenz, Offenheit und konsequenten Handeln an der Lösung der Probleme arbeiten. Unterlässt er das, greift er nicht durch, versucht er nur zu beschwichtigen und zu glätten, wird er nach Ablauf der Einarbeitungsphase selbst zum Teil des Problems. Es ist höchste Zeit, dass der Bürgermeister sich entscheidet.

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Kommentare sind deaktiviert Empfänger "Jugendzentrum: Kosten explodieren nicht – und wer ist „man“?"

#1 Kommentar von Bürger 2014 am 2014 Dezember 4 00000012 2:38 pm 141770033902Do., 04 Dez. 2014 14:38:59 +0100

Leider nicht das erste mal das dieser Name hier als Negativ Schlagzeile auftaucht. Aber man darf ja nichts sagen, sonst wird man gleich wieder als Mobber hingestellt. Aber man schaue sich das "Jugendzentrum " mal genau an und dann fragt man sich ob dies alles in diesem Maße sein musste oder ob da einer Maßlos übertrieben hat in der Ausführung, weilIhn andere gewähren ließen.

Man muss in Zukunft auf Herrn Gontermann verzichten. Soll er in den "wohlverdienten " Ruhestand gehen und uns Homberger mit seinen Visionsplanungen in Ruhe lassen. Das Stadtsäckl wirds danken.

#2 Kommentar von lieschen am 2014 Dezember 4 00000012 3:22 pm 141770293803Do., 04 Dez. 2014 15:22:18 +0100

Zunächst ein Zitat aus der HNA:

Ausrufezeichen04.12.2014, 10:57

(4)(0)

 

Es gibt nur wenige Stadtverordnete, die auch ihrer Kontrollfunktion nachgekommen sind. Einer davon ist Herr Schnappauf mit seinem Blog, dem  [3]
Und was muss er sich dafür alles anhören und gefallen lassen. Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen, weiter so Herr Schnappauf!!!

Und an alle, die jetzt sofort wieder los schreien, jeder darf sich zu seinen Beiträgen eine eigene Meinung bilden. Und ja, es wird anonym gepostet. Liebe Leute, das ist nun mal heute so im Internet, nicht nur im Blog des Homberger-Hinguckers. Findet euch einfach mal damit ab.

Wer eine bessere Seite kennt, wo man sich so umfassend
informieren kann, der darf sie ja gerne hier posten. Ich habe bis jetzt noch
keine gefunden.

 

-Zitat Ende-

 

Dem kann ich nur beipflichten!

 

@DMS 

Nun kommt mein ABER. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann möchten Sie gern, dass Dr.Ritz Namen nennt. Kann ich verstehen. Würde ich auch gern lesen 🙂

Das wird er jedoch nicht tun. Denn: Was hat er davon? Sein Vorgänger konnte das in Perfektion. Sich rausreden. Andere verantwortlich machen. 

Außerdem glaube ich nicht, dass er (Dr.Ritz) Zeit, Muße und Kraft hat, sich auf solche Nebenkriegsschauplätze zu begeben. Aus oben genannten Gründen.

 

Genausowenig wie er sich selbst darstellt, tut er das mit seinem Handeln. Und ich denke schon, dass er hinter den Kulissen viel tut. Und Mitarbeiter aus dem Verkehr zieht. Ist doch eigentlich guter Stil. Und wahrt das Gesicht der "Fleissbienchen, Rechenkünstler und Stadtreformierer"… die hoffentlich still und heimlich nach der Weihnachtspause von der Bildfläche verschwunden sind. Zack! Wieder ein paar tausend Euro mehr im Stadtsäckel.

 

Wer Dr. Ritz in letzter Zeit erlebt bzw. gesehen hat, der weiß und merkt dass dieser hart arbeitet und vielleicht sogar an seine Grenzen kommt.

 

Ganz ehrlich: Er hat so einen Riesenberg Sch… vor sich (und aus allen Ecken quillt mehr hervor) – da wurde über Jahre nur drauf gehäuft. Wie soll er das denn innerhalb von ein paar Monaten bereinigen? 

Homberg "regieren" ist wohl ein bisschen wie Mikado spielen. Ich wollte nicht derjenige sein, der die Stäbchen zieht…

#3 Kommentar von Scherzbold am 2014 Dezember 4 00000012 4:19 pm 141770639604Do., 04 Dez. 2014 16:19:56 +0100

1,18 Mill.€ für den Bau ( Umbau ) eines Jugendzentrums –  da kann einem fast die Sprache wegbleiben.

OK, die Zeiten als es nur Bolzplätze gab, sind vorbei – und das ist gut so. Eine Nummer kleiner hätte es aber bestimmt auch getan, ohne dass die Jugendlichen gelitten hätten. Fördergelder hin oder her, letztendlich sind es Steuergelder, die eingesetzt wurden/werden.

Den Seniorenparcour aber bitte schnellstens begraben. Das Geld kann die Stadt einsparen. Wir Oldies laufen weiter in der Lichte, durch unsere schöne Stadt sowie den Efzepark. Frische Luft und ausreichend Bewegung sind garantiert kostenlos. 🙂

 

#4 Kommentar von Bad Man am 2014 Dezember 4 00000012 7:03 pm 141771618507Do., 04 Dez. 2014 19:03:05 +0100

"Seit November 2011 sind jeden Monat 0,25% Bereitstellungszinsen durch die Stadt zu zahlen." heißt es in den Sitzungsunterlagen. Jeden Monat müssen 2.500 Euro gezahlt werden.

Gehört ja auch zu den Baukosten!

Mai 2011

 

Variante B mit Sanierung der Gebäude und Vollsanierung der Restaußenflä­chen:

Dekontaminierung der Restaußenflächen:                                                                       450.000 €

Der städtische Anteil beträgt:                                                                   ca.     200.000 €

Die Gebäudesanierung kostet einschl. Einbau des Jugendzentrums:                   643.000 €
Der städtische Anteil beträgt:                                                                                                        173.600 €

Daraus ergibt sich ein Gesamtanteil für die Stadt Homberg:                        ca.   373.600 €

Architekt Gontermann in einem Brief am 2.6.2011

ür die Stadt nützlich kann nur sein das Gebäude zu erhalten und es der Jugend der Stadt Homberg für Spiel, Sport und Kultur zugänglich zu machen – und dies für weniger Geld, für das man in der alten Variante eine vermutlich unverkäufliche grüne Wiese erhalten hätte.

 

#5 Kommentar von Bad Man am 2014 Dezember 4 00000012 7:14 pm 141771687407Do., 04 Dez. 2014 19:14:34 +0100

Wie hoch war denn die Kassenkreditinanspruchnahme am 1. Dezember 2014 ?

#6 Kommentar von Kritischer Bürger am 2014 Dezember 4 00000012 9:21 pm 141772448809Do., 04 Dez. 2014 21:21:28 +0100

@ DMS

Ich frage Sie als langjährigen Parlamentarier:

Kann ein gewählter Bürgermeister den Magistrat "aufmischen" oder ist er nicht letztendlich auf diesen angewiesen bzw. von diesem abhängig?

Hat der Bürgermeister eine Richtlinienkompetenz, vergleichbar mit der der Bundeskanzlerin?

Wer kann die Entscheidung treffen, dass sich die Stadt in begründeten Fällen ( die vor einem Arbeitsgericht erfolgversprechend sind ) von einem angestellten Mitarbeiter trennt? 

Falls der Bürgermeister in seinen Möglichkeiten eingeschränkt ist, wünsche ich mir, dass er für zu verantwortende Missstände Ross und Reiter nennt, so dass die Wähler bei den nächsten Kommunalwahlen eine Entscheidungshilfe haben.

#7 Kommentar von DMS am 2014 Dezember 4 00000012 9:40 pm 141772564709Do., 04 Dez. 2014 21:40:47 +0100

zu 6: Der Bürgermeister ist Sprecher des Kollegialorgans Magistrat. Er kann nur bis zu einem festgelegten Betrag selbst entscheiden, das trifft auch auf den Magistrat zu.
Allerdings kann der Bürgermeister auch im Magistrat steuern, so wie das Wagner im Negativen getan hat. Er bekam die Zustimmung zu dem, was er wollte. Dr. Ritz könnte das auch, zumal er argumentiert und Gründe belegen kann.

Die Organisation der Verwaltung bestimmt der Bürgermeister.

In der jetzigen Situation hat der Bürgermeister auch eine starke Position, die Mehrheits-Parteien haben ihm seine Unterstützung zugesagt. Das kann er einsetzen, wenn er es will.
 

#8 Kommentar von Frager am 2014 Dezember 4 00000012 10:41 pm 141772928210Do., 04 Dez. 2014 22:41:22 +0100

Hat nicht Ritz in der Hna gesagt Gondermann wird von seinen Kritikern gemobbt?

Hat sich Ritz nicht vor Gondermann gestellt?

#9 Kommentar von EXTRABLATT! EXTRABLATT! am 2014 Dezember 5 00000012 10:30 am 141777185610Fr., 05 Dez. 2014 10:30:56 +0100

Hochschulrat beschließt neue Studienabschlüsse für Architekten:

MOD (Master of Desaster)

MUFF (Master Unbelievable Financial Fogging)

IDIOT (Intellectual Downcycling In Official Treatment)

MOBB-Ing (Master Of Black Beret engineering)

EXTRABLATT! EXTRABLATT! Hochschulrat beschließt……………

#10 Kommentar von Bürger 2014 am 2014 Dezember 5 00000012 10:39 am 141777237710Fr., 05 Dez. 2014 10:39:37 +0100

Das neue "Jugendzentrum" sollte man auch an Privat Leute für Feiern (Geburtstage Jubiläen usw. ) vermieten. Alleine zum Zwecke der Jugendpflege ist es wohl überkonzeptioniert.

Ausserdem könnte man darin Ausstellungen oder Vorträge abhalten.

Und gemobbt wird wohl niemand der seine Arbeit Richtig und Ehrlich macht

#11 Kommentar von lieschen am 2014 Dezember 5 00000012 11:33 am 141777558411Fr., 05 Dez. 2014 11:33:04 +0100

@ 10 Bürger 2014

Vermietung? Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht. Dann käme auch wieder Geld rein.

Aber wo sollen die Besucher / Gäste parken??

Sowohl Davidsweg als auch Lichteweg sind denkbar ungeeignet, Mengen an PKW "aufzunehmen. Es bliebe nur, den schön gepflasterten Hof (was ist das runde Dings eigentlich???) und den Rest des Hofs als Parkfläche zu nutzen. 

Und was das Mobbing angeht hat Herr G.ontermann offensichtlich eingesehen, dass er sich mächtig weit aus dem Fenster gelehnt hat. Wie ich an anderer Stelle schon einmal geschrieben habe: Es wäre ein leichtes für ihn, all die "Gerüchte", "Falschaussagen", "Verleumdungen" mit Zahlen, Daten, Fakten zu widerlegen. Hat er nicht. Wie auch. Kann er nicht.

 

#12 Kommentar von Bürger 2014 am 2014 Dezember 5 00000012 1:07 pm 141778126801Fr., 05 Dez. 2014 13:07:48 +0100

zu 11 : Ach da lässt sich der gute Stadtarchitekt bestimmt auch noch ne "günstige" Lösung einfallen. Ja, und zur Not nutzt man den fein gepflasterten Hof.

Spass bei Seite, den Hof könnte man schon nutzen. So viele Menschen kann das Gebäude ja auch nicht aufnehmen. Und für kleinere Feierlichkeiten wird es reichen.
 

#13 Kommentar von Maria am 2014 Dezember 10 00000012 1:38 pm 141821512501Mi., 10 Dez. 2014 13:38:45 +0100

Heute ist im Homberg aktuell ein Artikel drin von Herrn Breiding über das Gaswerk. Jetzt erschließt sich mir wie Herr Gonthermann denkt. Gut er wollte eine Rekonstruktion des alten Gaswerkes machen. Das Rondell soll also den ehemaligen Gasometer darstellen. Doch zuwas braucht man dies? Wer darf eigentlich nachher in den sogenannten Jugendclub? Jugendliche oder nur Erwachsene die Jung geblieben sind? Wenn Jugendliche dort agieren, sieht das Gebäude sehr schnell anders aus. Die Farbgebung und Stahlkonstruktionen wirken kalt und unbequem. Ich denke, dort wird sich kaum ein Jugendlicher wohl fühlen. Als Anregung für einen weiteren Gebrauch: Hochzeiten, Konferenzen, Konzerte ( kleine ), Theater, Matinee, Kunstausstellungen, Vorlesungen, Diavorträge usw.