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Jahrestag 27. Januar

 

Der 27. Januar ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. 

Doch in Homberg steht seit 18 Monaten eine Stele,
deren Text die geschichtlichen Fakten verfälscht.
Die Homberger Parteien und Honoratioren schweigen dazu.

 

Am 27. Januar 1944 erreichten die sowjetischen Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz, in dem sie noch 7.900 Menschen antrafen, die nicht auf die Todesmärsche geschickt werden konnten, weil sie zu schwach waren. Eine der Überlebenden aus Ungarn erzählte kürzlich im Fernsehen von dieser Situation. Sie merkte, dass sich jemand über sie beugte, sie öffnete die Augen, ein junger Russe lächelte sie an. Quelle [1] 28:38 min

Bereits im Mai 1943 und später wurden aus Flugzeugen der Alliierten Luftaufnahmen des Lagers aufgenommen, um Bombardierungsmöglichkeiten zu erkunden. Der Vernichtungsbetrieb hätte durch Zerstörung der Bahnlinie leicht unterbrochen werden können. Es geschah nicht. Die westlichen Alliierten nutzten ihre technischen Möglichkeiten nicht. 

Ein Jahr vorher, am 27. Januar 1943, endete die 900-tägige Belagerung der Stadt Leningrad durch die deutsche Wehrmacht. Rund eine Million Bürger der Stadt starben. Ziel der Wehrmacht war die Vernichtung der "bolschewistischen Untermenschen", die Ausbeutung der Rohstoffe und Schaffung von "Lebensraum im Osten" für das "Volk ohne Raum", wie ein Bestseller der damaligen Zeit hieß.
Die meisten Opfer der NS-Zeit haben die Menschen in der damaligen Sowjetunion zu beklagen, 27 Millionen.

Vor dem Ersten Weltkrieg war die deutsche Gesellschaft stolz auf den Physiker Albert Einstein, den Maler Max Liebermann, den Juristen Walter Rathenau, die alle jüdische Eltern hatten.

Der Antisemitismus der Neuzeit kam vor allem aus den USA, wo die Rassen unterschieden wurden, und die weiße Rasse als überlegen dargestellt wurde. Ein Bestseller stammt von dem Autobauer Henry Ford. Sein Buch "Der internationale Jude" war 1926 in Deutschland bereits in der 26. Auflage erschienen. Es war also nicht eine aufgebrachte Menschenmenge, die "Juden zu Staatsfeinden machten", wie es in Homberg auf der Stele an der Homberger Drehscheibe steht. 
 

Diese gesicherten geschichtlichen Tatsachen werden in Homberg öffentlich verleugnet. Seit dem 10. Juli 2024 ist auf einer extra aufgerichteten Stele aus Stahl und rotem Sicherheitsglas zu lesen, es sei ein "brauner Virus" gewesen, der über die Menschen gekommen sei. Durch die Entbehrungen seien sie geschwächt gewesen. Die Juden seien zu Staatsfeinden geworden. Diese Erzählung vom guten Bürger, der hilflosen Opfer eines braunen Virus geworden sei, steht unverändert in Homberg. Keine der in Homberg vertretenen Parteien nimmt daran Anstoß. Weder der Landrat, noch der Bürgermeister und auch die Lehrer und Direktoren der Schulen wenden sich von dieser öffentlichen Darstellung ab.

Am Jahresende 1933 berichtete die Homberger Zeitung stolz, dass die Homberger zu 100 Prozent hinter Hitler stehen.

Doch das stimmt nicht. Einige Homberger wurden sogar inhaftiert. In den Unterlagen der Anstalt in Breitenau sind die folgenden Homberger beschrieben: