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Haushalt nur zum Teil genehmigt

   
Der Haushaltsplan der Stadt für 2026 ist jetzt von der Kommunalaufsicht genehmigt worden – allerdings nur zu einem Teil.

Die Stadt hat bisher die Bürger nicht darüber informiert.
Das Schreiben des Landrats [1] findet sich nur unter dem Tagesordnungspunkt 13  für die erste Stadtverordnetenversammlung in der neuen Periode: 
Beitrittsbeschluss zur Genehmigungsverfügung der Haushaltssatzung 2026 durch die Kommunalaufsichtsbehörde. [2]

In dem Schreiben des Landrats sind einige Informationen aufschlussreich:

Im Ergebnishaushalt wird im ordentlichen Ergebnis ein Fehlbedarf in Höhe von 1.085.000 Euro ausgewiesen.
Im Vergleich zum Vorjahr (442,000 Euro} wird eine Ergebnisverschlechterung in Höhe von 1.527.000 Euro erwartet.

Die Vorgaben zum planerischen Haushaltsausgleich  für den Finanzhaushalt 2026 werden nicht erreicht

Die mittelfristige Ergebnisplanung (2027-2029) weist durchgängig Fehlbeträge aus.

 

36 Jahre bis zur Schuldentilgung

Gemessen an dem Betrag, der aktuell zur Rückzahlung der Schulden vorgesehen ist, würde es noch 36 Jahre dauern, bis die jetzigen Schulden zurückgezahlt wären. Das bedeutet auch für 36 Jahre werden die anteiligen Zinsen fällig.
Die Ausgaben von heute belasten die folgende Generation. Die Kinder dürfen für die Ideen des Bürgermeisters und die Zustimmung der Stadtverordneten zahlen.
Nach den Prüfregeln dürfen nur Schulden aufgenommen werden, die innerhalb von 20 Jahren zurückgezahlt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass einmal Kredite aufgenommen werden müssen, nur damit die Schulden bezahlt werden können.

 

Pro-Kopf-Verschuldung wächst weiter

Der voraussichtliche Stand der Verbindlichkeiten beläuft sich zum Ende des Haushaltsjahres 2026 voraussichttich auf 96,801.000 €, dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 6 584 € und wird bis zum Ende der mitteIfristigen Finanzpla­nung auf bis zu ca. 108,567.765 ansteigen, dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 7.384 €.

Dies bedeutet einen weiteren Anstieg der Verschuldung für jeden Homberger um 12 Prozent.

Zu den Schulden aus dem städtischen Haushalt kommen noch die Zahlungsverpflichtungen aus den Haushalten der Verbände, die Aufgaben der Stadt erfüllen, wie zum Beispiel dem Wasserverband.
In 2025 betrugen die Schulden daraus 11,479 Millionen Euro. 

Zusammen mit den Schulden aus dem städtischen Haushalt hat Homberg bereits die 100 Millionengrenze überschritten:

96,801 + 11,479 = 108,28 Millionen