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Fall 2: Russlandhilfe

  
 18 Fälle aus 18 Jahren

Auswahl aus den Recherchen in einer deutschen Kleinstadt

Im Januar 2008 entstand aus einer spontanen Idee der "Homberger Hingucker".

Aus der Fülle der fast 6.000 Beitragen, die seitdem veröffentlicht wurden,
soll an 18 hervorstechende Fälle erinnert werden.
Keine kleinen Fälle, sondern schwere kriminelle Fälle,
aber auch politische Fälle,
mit denen die demokratische Grundordnung untergraben wird.

 

Fall 2: Russlandhilfe

Foto: Gesammelte Spenden für die Russlandhilfe, vor und nach der Asbestreinigung, ein Beleg, dass nichts gereinigt worden ist.
 

2008 spielte das Heeresorchester der Bundeswehr zum Hessentag.
Die Einnahmen aus dem Konzert spendete das Verteidigungsministerium an den Verein Russlandhilfe, die die Mutter des damaligen Bürgermeisters leitete.
Auf der Webseite des Ministeriums wurde die Hilfeleistung erwähnt.

Die Recherche ergab:
Diesen Verein gab es aber gar nicht. Einen Verein mit diesem Namen gab es nur in Südhessen, die erstaunt waren, als sie von dem Vorgang hörten.
Sie empfahlen, sich an die deutsche Botschaft in Moskau zu wenden. Noch am selben Tag antwortete eine russische Mitarbeiterin aus der Botschaft.
Das Geld ruhte noch bei der Mutter des Bürgermeisters, bis die Kirchengemeinde einen Weg gefunden hatte, das Geld an eine kirchliche Hilfsorganisation zu übergeben.

Wie wäre das Geld von wem und wie verwendet worden, wenn es nicht diese Recherche gegeben hätte?

https://homberger-hingucker.de/2-dossiers-ubersicht/dossier-russlandhilfe/ [1]