Chansons
am Sonntag
Nachmittag
12. März 2017,
17:00 Uhr
Eintritt 12 Euro
Pfarrscheune 1713,
Altes Pfarrhaus Wernswig,
An der Raiffeisenkasse 3
34576 Homberg,
Tel. 05684-93 00 26 oder
1713@altes-pfarrhaus-wernswig.de
Im Frühjahr 1933 wurde eine ganze Generation jüdischer deutscher Musiker,
Schauspieler, Kabarettisten, Filmemacher, Schriftsteller und Komponisten
über Nacht arbeitslos. Viele, die vorher zu den bedeutendsten und
beliebtesten Künstlern ihres Faches gehörten, verloren zuerst ihren guten
Ruf, dann ihre Heimat, ihr Publikum und schließlich oftmals ihr Leben.
Der Sänger und Akkordeonist Søren Thies aus Limburg möchte an die
bekannten und auch an die weniger bekannten jüdischen Künstler der
Weimarer Zeit erinnern, deren Namen heute zu Unrecht oft völlig vergessen
sind.
Lieder der Comedian Harmonists treffen auf Tonfilmschlager von
Friedrich Hollaender oder Werner Richard Heymann. Kabarett-Songs von
Curt Bry und Willy Rosen erklingen neben Texten von Mascha Kaléko oder
Theodor Kramer –
Ein Chanson-Programm, das die unvergleichlich bunte
Musikwelt der späten 20er und frühen 30er Jahre wieder lebendig werden
lässt.
Søren Thies wurde 1969 in Hamburg geboren. Er studierte
Musikwissenschaft, Völkerkunde und Geographie und machte Mitte der
90er Jahre die Musik zum Hauptberuf. Seitdem hat er sich vor allem als
Interpret jiddischer und französischer Musik einen Namen gemacht.
Außerdem vertonte er verschiedene deutsch-jüdische Dichter und schrieb
zahlreiche Stücke für das Akkordeon, auf dem er sich in seinen Konzerten
virtuos begleitet.
Kultur- und Theaterinitiative "Pfarrscheune 1713"
Teil des Kulturnetzwerkes "Landrosinen" im Schwalm-Eder-Kreis
Kommentare sind deaktiviert Empfänger "Chanson-Konzert"
#1 Kommentar von Phil Antrop am 2017 März 8 00000003 12:17 pm 148897187712Mi., 08 März 2017 12:17:57 +0100
Auch wenn nicht unbedingt Chanson:
Josef Schmidt sollte man nicht vergessen.
[1]
#2 Kommentar von Marianne Prieß am 2017 März 12 00000003 9:14 pm 148934966609So., 12 März 2017 21:14:26 +0100
Søren Thies erzählte in seinem Konzert auch die Geschichte von Joseph Schmidt.
Es war ein fröhliches, beschwingtes, nachdenkliches, anrührendes und politisches Konzert.
#3 Kommentar von Homberger Jeck am 2017 März 13 00000003 6:11 am 148938190506Mo., 13 März 2017 06:11:45 +0100
#
Wenn man das doch am Ender einer Stadtverordnetenversammlung auch sagen könnte.
Zu den Magistratssitzungen kann ich nichts sagen.
Musikalisch würde ich da eher den "Gefangenenchor" aus Nabucco vermuten.
Das Alte Pfarrhaus. Auch hier ein Leuchtfeuer.