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27. Januar: Ein besonderer Tag für Europa, Hessen und Homberg

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz, das symbolhaft für alle staatlichen Mordanstalten der Nationalsozialisten steht. Bundespräsident Roman Herzog erklärte diesen Tag 1996 zum Gedenktag.

Vor 10 Jahren im Jahr 2008 war der 27. Januar ein Sonntag, an dem in Hessen und in Homberg gewählt wurde.

In Hessen erlitt die bis dahin regierende CDU einen hohen Wahlverlust von 12 Prozent. Andrea Ypsilanti (SPD) [1] versuchte eine Regierungsbildung, diese wurde durch eine "Wortbruch-Kampagne" der CDU bekämpft und durch vier SPD-Abgeordnete verhindert.

 

Diagramm: Wie sich die Wähler bei der Bürgermeisterwahl 2008 entschieden.

 

In Homberg wurden an diesem Wahlabend in der Stadthalle die Stimmen für die beiden Bürgermeisterkandidaten ausgezählt. Gegen Bürgermeister Martin Wagner (CDU) trat Marianne Hühn (SPD) an. Obwohl sie vorher in Homberg nicht bekannt war, erzielte sie ein beachtliches Ergebnis, das aber nicht ausreichte. Der amtierende Bürgermeister wurde wieder gewählt.

Die Geburt einer Idee

An dem Abend des 27. Januars 2008 zwischen 21 und 22 Uhr entstand bei mir die Idee, ein Medium zu schaffen, um die Bürger besser über die politischen Vorgänge in der Stadt zu informieren: den Blog "Homberger Hingucker". In den vorangegangenen Jahren hatte ich mich in die Homberger Kommunalpolitik erst  als Stadtrat und anschließend Stadtverordneter eingearbeitet. Ich wusste was in der Zeitung stand und was tatsächlich passierte, von dem die Zeitung schwieg.
Seitdem arbeite ich an diesem Projekt. In den 10 Jahren ist ein Dokumentation über die Homberger Lokalpolitik mit über 3.500 Beiträgen und gut 25.000 veröffentlichten Leserkommentaren entstanden.

10 Kommentare (Öffnen | Schließen)

10 Kommentare Empfänger "27. Januar: Ein besonderer Tag für Europa, Hessen und Homberg"

#1 Kommentar Von Phil Antrop am 2018 Januar 27 um 12:21 p.m. Uhr

Danke für die Arbeit und Mühen, das Geld und vor allen Dingen die Zeit die sie in den Blog und damit in die Homberger Lokalpolitik gebracht haben.

Wäre nur ein Teil der Politiker so aktiv und engagiert stünde es um Homberg besser.

Einige wenige Ausnahmen, soweit sie bekannt sind, mal ausgenommen.

Danke auch an Marianne Prieß als sozusagen das Helferlein a la Daniel Düsentrieb, die unermüdlich mitgeholfen hat und all das mitgetragen hat. Danke auch an die Familie, die einen Teil dessen indirekt getragen hat.

Danke auch an alle Lieferanten und Informanten, Spender und ALLE Kommentatoren. Wird doch erst durch sie die bunte Vielfalt der Meinungen sichtbar die, wenn auch nur als schmales Band sich durch Hombergs Bürgerschaftsmeinung windet.,

Da kann man nur den Hut ziehen und sagen:

CHAPEAU !!!! 👏

#2 Kommentar Von Ex-Großstädter am 2018 Januar 27 um 3:53 p.m. Uhr

Nach meinem Wohnortwechsel nach Homberg hörte ich in Gesprächen von dem "Homberger Hingucker".

Schnell wurde mir klar, dass es neben den Befürwortern auch regelrechte Gegner dieses Blogs gab und noch gibt.

Mein eigenes Urteil bildete ich mir fortan als Leser des "Homberger Hingucker".

Als lokaler Blog, der die Homberger Politik beleuchtet, wurde er mir immer vertrauter.

Den Blogbetreiber zeichnet eine sehr gute Recherche aus, die so manchen lokalen Zeitungsjournalisten als Vorbild dienen sollte.

Sicher spitzt Herr Schnappauf seine Berichte gelegentlich zu. Dies wiederum regt die Kommentatoren zur Meinungsäußerung an und macht diesen Blog auch für die Leser interessant.

Ich wünsche dem "Homberger Hingucker" weiterhin viel Erfolg.

#3 Kommentar Von Homberg/Ohm’er am 2018 Januar 28 um 9:17 a.m. Uhr

Danke für diesen Blog.

Wenn ich als Homberg/Ohm'er wissen will wie es demnächst bei uns weiter geht, kann ich mir hier schon mal einen Überblick verschaffen.

Sei es die reichlich fliessende Gewerbesteuer, das Haushaltsdefizit oder gar die Schoofsgruppe und ihre Provisionsversprechungen.

 

Danke nochmals und weiter so 😃.

#4 Kommentar Von Dr. Klaus Lambrecht am 2018 Januar 28 um 11:10 a.m. Uhr

@ 3

Das Wort Provisionsversprechungen lässt mich aufhorchen. Können Sie diesen Ausdruck präzisieren? Wer hat bei Ihnen diese Versprechungen erhalten?

#5 Kommentar Von Delf Schnappauf am 2018 Januar 28 um 11:26 a.m. Uhr

zu 3 und 4: Vielleicht gibt die Visitenkarte des Herrn Ommen von Schoofs einen Hinweis.

Auf der Rückseite ist groß das Wort " [2]" zu lesen.

#6 Kommentar Von Linda H. am 2018 Januar 28 um 1:20 p.m. Uhr

Hat der Homberger Hingucker die Medien und Informationswelt tatsächlich bereichert?

Von mir, bei aller Kritik, ein klares JA! Die Frage nach einer Bereicherung und seinem Beitrag zur Entwicklung Hombergs stelle ich weiterhin zur Diskussion.

Mit Blick auf Ihren Kommentar zum Wahlergebnis Frau Kühns:

Das Wahlergebnis von Herrn Wagner halte ich für beachtlich. Er konnte als "CDUler" zwei volle Amtszeiten absolvieren und das in einer absolten SPD Hochburg. Das Amt trat er mit 34 Jahren an. Respekt! Herr Ritz wird es da ausgehend von den Veröffentlichungen offenbar etwas einfacher gemacht. Jene Prämisse hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

#7 Kommentar Von Wähler am 2018 Januar 28 um 8:09 p.m. Uhr

Wahlbeteiligung  ( Bürgermeisterwahlen in Homberg )

27.01.2008:   71 %

15.06.2014:   49,6 %

Frau Kühn vereinte aus dem Stand heraus 46% der abgegebenen Stimmen auf sich.

Da reibt sich so mancher Genosse in der heutigen Zeit die Augen.

Herr Spogat ( CDU ) hat heute in Fritzlar einen sehr hohen Wahlsieg errungen.

Der Fritzlarer Wähler hat offenbar ein gutes Gespür für eine gute Politik….  

#8 Kommentar Von Phil Antrop am 2018 Januar 28 um 9:17 p.m. Uhr

Zunächst Glückwunsch an Herrn Spogat !

Zum Sieg: Bei etwa 11.600 Wahlberechtigten kamen ca. 56,7 % zur Wahl. Davon erhielt Herr Spogat etwa 78,5 % der Stimmen. Das sind 5.165, was in etwa 44,5 % der Wahlberechtigten entspricht.

Zur Feststellung, dass Herr Wagner (der wie Dr. Ritz als „Homberger“ sozusagen als „Heilsbringer“) angesehen wurde und des Wahlsieges bleibt nur lapidar festzustellen:
Der Homberger SPD Stadtverband hat sich nicht nur zu sicher gefühlt, sondern die falschen Kandidaten ins Rennen geschickt und sie dann auch noch wohl nicht genügend unterstützte. Sichtbar wurde das nicht erst bei Dr. Giebel.

Des weiteren kann man durchaus vermuten, dass man seit der ersten Wahl von Herrn Wagner klare Signale der SPD als Opposition vermissen ließ.

Die Große Koalition im Bund zeigt das ebenso klar , wie das was die SPD jetzt mit der Kehrtwende a la Homberger SPD  2011 vollzogen hat.

#9 Kommentar Von Karin W. am 2018 Januar 30 um 11:06 p.m. Uhr

1. Zum Wahlsieg damals von Herrn Wagner möchte ich sagen: Bei der ersten Wahl habe ich ihn nicht gewählt. Bei der zweiten Wahl hatte ich mich erst gefreut, dass eine Frau zur Wahl steht. Dann aber habe ich mich über ihr Wahlprogramm informiert und die Berichte in den Zeitungen über sie studiert und festgestellt, dass ihre Taktik Wähler zu gewinnen nur darin bestand den bestehenden Bürgermeister schlecht zu machen. Das war mir zu wenig und mangels Auswahl habe ich damals dann doch lieber Martin Wagner gewählt. 
Vielleicht ging es vielen Wählern damals ähnlich…
2. Zum "neuen" Block möchte ich sage, ich finde es gut, dass es endlich jemanden gibt, der es wagt den Finger in die Wunde zu legen. Dinge aufdeckt die man sonst höchstens gerüchteweise hört und den Mut hat gegen Missstände auch vorzugehen und öffentlich zu machen. 
Ich weiß dass es viele Gegner gibt, manche sehr agressiv, dass es Bedrohung jeglicher Art gab (auch vor Morddrohungen wurde nicht zurückgeschreckt), dass es viel Energie, Geld und Nerven kostet und bin dankbar für Ihr durchhalten und nicht aufgeben Herr Schnappauf! 
Von Homberg – für Homberg! 
3. Zur Fa. Schoofs: Gibt es denn Hinweise, dass da schon öfter Vesprechungen nicht eingehalten wurden und Bauprojekte nicht fertig gestellt wurden? In Homberg, Ohm? Ich hörte, dass es in einer Stadt bereits vorkam, deswegen bin ich skeptisch, dass es in Homberg ein neues Einkaufszentrum geben wird. Meiner Meinung nach, brauchen wir auch keins. 
Was die Menschen in anderen Städten schön finden, sind nicht Einkaufszentren sondern kleine Geschäfte, oder kommen Sie von Ihrer Reise heim und erzählen wie schön das Einkaufszentrum dort war? Einkaufszentren sind der Tod vieler kleiner Geschäfte, das kann man in vielen Städten sehen, auch im Umkreis. 

#10 Kommentar Von Mitgucker am 2018 Januar 31 um 12:23 p.m. Uhr

Es ist IMMER der Wähler, der das Unmögliche möglich oder das Mögliche unmöglich macht.

MAn möchte gern einen "Messias" wählen, der Wunder tut. Da aber bekanntlich Wunder etwas länger dauern, verliert der liebe Wähler schon mal die Geduld und holt etwas zu früh Latten und Nägel.

Doch WER hat ihm erlaubt zu richten?